Neue Malereien
Der erste Pinselstrich ist das Orgelspiel, durch das ein Gedanke, ein Musikstück, ein gelesenes Wort die zu gestaltende Form annimmt. In reduzierter Farbigkeit setzen Papierstrukturen Akzente, heben das Wesentliche hervor, bergen und entdecken. Die Faltungen erheben sich über dem Metrum der Fläche, werden zum Kontrapunkt. Aus diesem Relief der Koloraturen erwächst der volle Klang über den Furchen und Schattierungen des Basso continuo.
Die Künstlerin ist jeweils an den Sonntagen anwesend.
Ausstellung vom 7. bis 29. März 2026 im Spitäle
Eröffnung am Freitag, 6. März 2026 um 19 Uhr.

»uferlos«

»In die Ferne«
»Eine Kulturlandschaft · ein Lebensgefühl · eine künstlerische Ära«
Vierzig Jahre bewohnt Sophie Brandes ein mehr als 300 Jahre altes Bauwerk im Südosten von Mallorca. Teil eines Weilers mit dem Ortsnamen »SA TALAIA«, was soviel heißt wie »Beim Talayot«. Das ist die landessprachliche Bezeichnung für eine frühsteinzeitliche Siedlung mit einer »TAULA« als zentralem Mittelbau und einer weitläufigen Ringmauer aus gigantischen Monolithen.
Als »magischen Ort« empfindet die Künstlerin von Beginn an die Kulturlandschaft ringsum. Von hier bis zu den 8 Kilometern entfernten Strandabschnitten erstreckt sich fortan das Wirkungsfeld der Künstlerin. Relikte einer alten bäuerlichen Kultur – zertrümmerte Boote und Strandgut aller Art – werden fortan für die passionierte Sammlerin zu »Bausteinen« einer neuen Kunst. Gleichermaßen erwähnenswert ist auch die gefühlte Nähe zum afrikanischen Kontinent als Impulsgeber.
All diese Eindrücke bilden den Hintergrund für einen Werkprozess, dem die Künstlerin sich bis heute verschrieben hat: Naturgeister, Masken, Mauerwächter, Hausgötter und dreidimensionale Wandobjekte sind das Resultat. Einen Querschnitt hiervon zeigt Sophie Brandes mit dieser Ausstellung, zusammen mit einer Auswahl von Aquarellen bzw. Illustrationen von verschiedenen Küstenabschnitten, Fundorten des Strandguts.
An allen Wochenenden ist die Künstlerin anwesend.
Ausstellung vom 4. bis 26. April 2026 im Spitäle
Eröffnung am Freitag, 3. April 2026 um 19 Uhr (Karfreitag)
Musikalische Akzente: Oliver Thedieck / Klassische Gitarre

»Animal«

»Gitarre«

»Maske«

»Objekt mit Mandeln«

»Re y hombres«

»Unbehaust«

»Sa Talaia« / Talayot
Die Malerei von Andi Schmitt entspringt der intensiven Begegnung mit Landschaft unter einem weiten Himmel und der Zwiesprache mit der nicht fassbaren Unendlichkeit. Roland Müller-Neumeister folgt in seinen Linolschnitten dem Schauspiel der Schatten in Blattwerk und Gezweig, den kalligrafischen Signaturen in Bäumen und Sträuchern.
Beide Künstler versuchen durch das Abbilden der scheinbaren Wirklichkeit dem Wesen hinter der sichtbaren Oberfläche auf die Spur zu kommen.
Ausstellung vom 1. bis 25. Mai 2026 im Spitäle
Eröffnung am Donnerstag, 30. April 2026 um 19 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung werden zwei kleine Abendkonzerte stattfinden, jeweils donnerstags um 19 Uhr:
»Nature Songs« (14. Mai) und »The Mad Lover« (21. Mai). Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei (Spenden erbeten).

Andi Schmitt

Roland Müller-Neumeister
»Tracing Shadows« basiert auf der Überzeugung, dass Kunst und Poesie heilende Wirkung haben – für Künstler, für Gemeinschaften und für Orte.
Die Ausstellung, für diesen Ort und diesen Moment geschaffen, bringt Stimmen, Erinnerungen und Emotionen aus Vergangenheit und Gegenwart ans Licht. Sie bildet die Brücke zwischen persönlicher Erinnerung und kollektiver Wahrnehmung, schafft Raum für Empathie und Reflexion.
»There is a crack in everything, that’s how the light gets in.« — Leonard Cohen
Ein gemeinsames Projekt der VKU und dem Johanna-Stahl-Zentrum / Shalom Europa, Würzburg
Schirmherrschaft: Dr. Josef Schuster, Präsident Zentralrat der Juden in Deutschland
Ausstellung vom 29. Mai bis 21. Juni 2026 im Spitäle
Eröffnung am Donnerstag, 28. Mai 2026 um 19 Uhr
Ausstellung im Johanna-Stahl-Zentrum
Ausstellung vom 31. Mai bis 21. Juni 2026, Eröffnung am Sonntag, 31. Mai 2026 um 11 Uhr
Rahmenprogramm (zu beiden Ausstellungen) im Spitäle:
- Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Lesung mit David Ian Hanauer - Sonntag, 14. Juni, 20 Uhr
Lisa Kuttner: Tanzperformance Tracing Shadows
Emanuella Amichai liest Gedichte ihres Vaters Jehuda Amichai - Dienstag, 16. Juni, 20 Uhr
Active Listening Circle Workshop / Dr. Dafna Rehavia: Connecting to one’s self - Donnerstag, 18. Juni, 20 Uhr
Vortrag von Dr. Roland Flade: Juden und Jüdinnen in der Würzburger Kulturszene
Rahmenprogramm (zu beiden Ausstellungen) im Johanna-Stahl-Zentrum:
- Dienstag, 9. Juni, 20 Uhr
The One-Word Poem Workshop / David Ian Hanauer: Exploring Personal Shadows - Donnerstag, 11. Juni, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Anna Novikov: Juden und Kleidung
Tracing Shadows is rooted in the belief that art and poetry can function as acts of healing—for artists, for communities, and for the spaces that hold them. This exhibition, created for this place and this moment, invites voices, memories, and emotions from both past and present to surface, be witnessed, and shared.
Through sculpture, installation, fiber art, screen printing, video, poetry, and handwritten text, the artists engage with the psychological echoes of familial and inherited trauma. The works do not attempt to resolve these histories, but rather to acknowledge their presence—to trace the shadows they cast across bodies, relationships, and cultures.
By artistically confronting experiences of violence, loss, and silence, the exhibition opens a space for empathy and reflection. It proposes that growth can emerge through acts of recognition, exposure, and care. In this way, Tracing Shadows becomes a bridge between past and present, personal memory and collective experience, inviting a shared dialogue that honors vulnerability, resilience, and the possibility of repair.

David Hanauer: Writer’s Blood – Alfred Hanauer

David Hanauer: Deportation Letter

David Hanauer: Writer’s Blood – Hella Hanauer

David Hanauer: Prayer of Forgiveness

David Hanauer: Yours and Mine

Dafna Rehavia: Secrets

Dafna Rehavia: Kreea Kreeah

Dafna Rehavia: Ascension

Dafna Rehavia: Lost Text

Dafna Rehavia: Rapture repair

Dafna Rehavia: Proposal Re-Pair Echos of trauma and healing

Dafna Rehavia: Silencing

Dafna Rehavia: The sky is my witness

Dafna Rehavia: The sky is my witness


