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Ab 1993 Studium an der Filmakademie Ludwigsburg im Bereich Animationsfilm und Specialeffects bei Volker Engel (Oscar für »Independence Day«). Es folgten ArtProductions von Special Effects für Roland Emmerich und Endemol sowie Videoinstallationen für Steve Reichs »Dis«. Diese breit aufgestellte Ausbildung nutze ich nun für meine provokanten Arbeiten, Installationen und Kunstperformances. Von Neonart, 3D Light Objekte bis zur kreativen Umsetzung des aktuellen Weltgeschehens spiele ich mit dem zweiten Blick der Betrachter*innen, stelle Fragen, verwandele banale Hinterlassenschaften mit Humor und Tiefgang zu Kunst und Aktion. Bedeutende Installationen und Performances fanden zu den Themen »Freiheit« und »Geduldsfadenmaschine« statt.

»Geduldsfadenmaschine« – Dadaistische Live-Performance über die Kunst der Geduld
Die »Geduldsfadenmaschine« ist eine interaktive Live-Performance, in der aus Maschinenteilen der 1920er Jahre – der Ära des Dada – ein Ort des stillen Humors und der Selbstbeobachtung entsteht. Die Maschine knarzt, rattert und widersetzt sich jeder Effizienz, während sie einen goldenen Faden aus Atlass-Seide zieht – langsam, zart und beinahe absurd in ihrer Hingabe an diesen einfachen Akt.
Die Aufgabe der Maschine ist es, die Geduld mit sich selbst zu stärken – gerade in diesen aufregenden, überfordernden Zeiten. Durch ihre bewusste Langsamkeit lädt sie dazu ein, innezuhalten, Erwartungen loszulassen und dem eigenen Tempo wieder zu vertrauen.
In der Performance zieht die Künstlerin für jeden Besucher einen Faden durch die Maschine und verplombt ihn am Handgelenk. Dieser Moment – zugleich humorvoll, zärtlich und meditativ – wird zu einem persönlichen Ritual der Teilhabe. Der goldene Faden bleibt als Zeichen dieser Begegnung, als Erinnerung an Selbstgeduld und an den spielerischen Geist des Dadaismus.
So wird das scheinbar Zwecklose lebendig: Die »Geduldsfadenmaschine« verwandelt Technik und Zufall in eine poetische Erfahrung zwischen Mensch, Maschine und Zeit.


»Freiheit« – Eine raumgreifende Installation
Wie zerbrechlich ist Freiheit? Wie weit reicht unser Wille, sie zu schützen? Und was bleibt, wenn sie zerstört wird? In ihrer inklusiven Arbeit »Freiheit« widmet sich die Würzburger Künstlerin Ulli Heinlein einem zentralen menschlichen Grundbedürfnis – und seiner Bedrohung. Der Schriftzug Freiheit wird aus feinem Material – symbolisch, vergänglich – auf eine große Fläche gestreut. Von Beginn an ist die Installation der Bewegung der Besucher*innen ausgesetzt. Sie hinterlässt Spuren, trägt ab, zerstört.
Doch damit beginnt der eigentliche Prozess: Nach drei (?) Wochen versucht die Künstlerin, in einer Performance die Freiheit zu retten. Sie wird vor Ort sein, um zu bewahren, zu rekonstruieren, ihr Form und Bedeutung zurückzugeben. Schlußendlich wird der Begriff der »Freiheit« bei der Finissage zu Grabe zu getragen.
Ein Akt der Beharrlichkeit. Eine stille Konfrontation mit Ohnmacht, Hoffnung und Verantwortung.
Ulli Heinlein ist bekannt für konzeptuelle Arbeiten, die Zeit, Geduld und Verletzlichkeit thematisieren. Ihre »Geduldsfadenmaschine« erregte bundesweit Aufmerksamkeit. Mit »Freiheit« führt sie diesen künstlerischen Weg konsequent weiter.


Die Neuen
Ausstellung vom 10. Januar bis 1. Februar 2026 im Spitäle
Eröffnung am Freitag, 9. Januar 2026 um 19 Uhr
Ulli Heinlein: »Burst your Bubble«
Installation vom 7. bis 30. November 2025 im Tivoli-Pavillon.


»¿¡1525 FREYHEIT – FREIHEIT 2025!?«
VKU-Sommerausstellung vom 9. bis 31. August 2025 im Spitäle.




